Risiko einer Leberfibrose oder Leberzirrhose? Diagnose mittels Scherwellenelastographie

Sie kennen unsere Arztpraxis in Wissmar seit Jahren als Praxis mit modernen Untersuchungsverfahren. Wir behalten dies bei, haben erneut in aktuellste Technologien investiert und erweitern unser Spektrum um eine weitere Untersuchung: Der Scherwellenelastographie der Leber zur Diagnostik auf Vorliegen einer Leberfibrose als Folge einer chronischen Leberbelastung unterschiedlicher Ursache.

Erkrankungen mit Risiko einer Leberfibrose

Eine Vielzahl von Erkrankungen erhöht das Risiko einer Leberfibrose:

  • - Fettlebererkrankung, meistens Folge von Übergewicht/Adipositas
  • - Chronischer Alkoholismus
  • - Diabetes mellitus
  • - Infektiöse Lebererkrankungen wie Hepatitis B und Hepatitis C
  • - Autoimmune Lebererkrankungen
  • - Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose)
  • - Rechtsherzschwäche
  • - Leberwerterhöhungen bislang ungeklärter Ursache
  • - Einnahme potenziell lebertoxischer Substanzen

Ich erkenne mich hierbei wieder
Habe ich etwa eine Fibrose?

Diese Frage ist schwer zu beantworten, wenn nicht bereits das Endstadium – die sogenannte Leberzirrhose – vorliegt. Wichtig: Der Weg zur Zirrhose läuft über die Fibrose! Die Fibrose ist in den meisten Fällen umkehrbar, für Betroffene jedoch symptomlos oder allenfalls mit unspezifischen Symptomen wie beispielsweise Müdigkeit assoziiert.

Und das kann man mit der Scherwellen-
elastographie diagnostizieren?

Ja! Die Untersuchung ermöglicht es, die Gewebesteifigkeit tieferliegender Organe wie der Leber zu beurteilen. Hierdurch können insbesondere in der Leber im Sinne einer Vermehrung von Bindegewebe („Fibrose“) detektiert werden. Bei allen Patienten lässt sich durch die gute Reproduzierbarkeit der Ergebnisse auch eine Verlaufskontrolle durchführen.

Ist diese Untersuchung eine Leistung
der gesetzlichen Krankenversicherung?

Diese Untersuchung wird von den gesetzlichen Krankenkassen leider nicht übernommen und entspricht daher einer Selbstzahler-Leistung nach der Gebührenordnung für Ärzte. Privatversicherungen erstatten diese Untersuchung in aller Regel.

Ich bin jedoch nicht Patient bei Ihnen. Kann
ich mich trotzdem bei Ihnen diesbezüglich
untersuchen lassen?

Selbstverständlich! Die Hausarztpraxis erhält von uns einen Befund über das Untersuchungsergebnis. Im Falle von bereits erfolgten Voruntersuchungen bringen Sie uns diese bitte mit, ebenso relevante Befunde wie Laborwerte, vorliegende Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums und selbstverständlich einen aktuellen Medikamentenplan.

Was ist das eigentlich – eine Leberfibrose?

Eine Fibrose bezeichnet einen bindegewebigen Umbau der Leber, in der Regel als Folge chronischer Leberentzündungen. Durch die Bindegewebsvermehrung versteift das Lebergewebe zunehmend.

Mit fortschreitender Dauer dieser Vorgänge kann es zu einer Abnahme der Leberfunktion kommen. Das Endstadium ist die Leberzirrhose, bei der es häufig zu Wasseransammlungen im Bauchraum, der Ausbildung von Krampfadern der Speiseröhre (Varizen), einer Blutungsneigung durch verminderte Produktion von Gerinnungsfaktoren bis letztlich zum Tod infolge von Blutungen kommen kann. Die Leberfibrose ist ein Risikofaktor für die Entwicklung eines Leber-Karzinoms.

Kann man eine Leberfibrose nicht
im Blut erkennen?

Eine Leberfibrose kann leider nicht über Blutwerte ausgeschlossen oder nachgewiesen werden. Wenn im Blut sogenannte „Leberleistungsparameter“ auffällig sind, so liegt bereits das Stadium einer Leberzirrhose vor.

Ist die Untersuchung schmerzhaft?

Sie ist vollkommen schmerzfrei, ohne Infektionsrisiko und ohne jede Strahlenbelastung. Genau das ist der große Vorteil! Es handelt sich um eine Untersuchung unter Nutzung einer speziellen Art von Schallwellen, die ähnlich der Ultraschalluntersuchung angewendet werden.

Was kostet die Untersuchung?

Die Untersuchung muss nach der Gebührenordnung für Ärzte (GoÄ) abgerechnet werden. Die Kosten betragen aktuell 93,84€.

2025 geht‘s los!
Kann ich mich jetzt schon dafür anmelden?

Ja, das können Sie! Die Untersuchungen finden vormittags statt. Sie sollten ab dem Vorabend der Untersuchung nichts mehr essen und am besten nur noch stilles Wasser trinken. Bitte nehmen Sie ihre Medikamente wie gewohnt vorher ein.

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