Aktuelle Informationen aus unserer Praxis

Wir impfen aus rechtlichen Gründen aktuell keine Schwangeren und auch keine Stillenden, solange die Haftungsfrage nicht geklärt ist

Donnerstag, 27. Mai 2021

In besonderen Situationen können sich Schwangere impfen lassen. Dazu müssen Voraussetzungen vorliegen, die von der behandelnden Ärztin/dem behandenlden Arzt geklrät werden sollen. Im Schadenfall ist allerdings die Haftungsfrage unklar.

Da jetzt auch gynäkologische Praxen impfen können, bitten wir alle interessierten Schwangere und Stillende, sich in diesen Fragen an die behandelnde gynäkologische Praxis zu wenden.

Nochmal die Bitte: Sagen Sie bei uns die Registrierung ab, wenn Sie einen externen Impftermin haben

Mittwoch, 26. Mai 2021

Es ist für uns ärgerlich, wenn wir für 42 Terminvergaben - und wir Ärzte arbeiten hier selbst am Telefon - heute wieder 4 Stunden telefonieren müssen, weil bereits bei uns registrierte Menschen nicht abgesagt haben. Da ruft man mehrfach an, wenn die Person nicht erreichbar ist, und erfährt dann, dass bereits ein Termin existiert oder bereits eine Impfung erfolgte.

Nochmal: Kurze Info per Mail an info@praxis-wissmar.de reicht dazu aus.

Bitte nicht uns am Telefon verbal angreifen, wenn die Impfzentren die Zweitimpfung "Astra" nicht vorziehen wollen. Zuständig ist dass Impfzentrum - das teilte das Gesundheitsministerium nochmals mit

Dienstag, 11. Mai 2021

Das Bundesministerium für Gesundheit hat am 07.05.2021 nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Erst- und Folgeimpfungen bei derselben Stelle erfolgen sollen – also beide im Impfzentrum oder beide in der Vertragsarztpraxis. Dies sei essentiell, um die komplexe Planung bei der Verteilung der zur Verfügung stehenden Impfstoffdosen auf die Länder sowie zwischen Impfzentren und Arztpraxen bestmöglich zu gewährleisten.

Wenden Sie sich bei entstehendem Frust über die fehlende Bereitschaft bitte an das Impfzentrum - und nicht an uns. Und bitte erst gar nicht über unsere Registrierungshotline - diese muss für Registrierungen erreichbar bleiben.

Wir müssen dafür Sorgen, dass bei uns in der Praxis Geimpfte auch ihre Zweitdosis erhalten.

Aktuelle Aufklärungsbögen für mRNA-Impfstoffe und Vektorimpfstoffe

Mittwoch, 05. Mai 2021

Die stets aktuellen Aufklärungsbögen für die oben genannten Impfungen findet man bequem im Internet auf der Seite des Robert-Koch-Institus:

Für Vektorimpfstoffe (Vaxzevria®, ehemals COVID-19 Vaccine AstraZeneca von AstraZeneca und COVID-19 Vaccine Janssen® von Johnson & Johnson):

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Vektorimpfstoff-Tab.html

Für mRNA-Impfstoffe (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und COVID-19 Vaccine Moderna® von Moderna):

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html

BioNTech-Impfstoff nicht ausreichend lieferbar - ab 60jährige ohne Thrombose in der Geschichte werden bei uns nur noch mit Vaxzevria geimpft, solange Impfstoffknappheit besteht

Dienstag, 04. Mai 2021

Sie haben es sicher gehört: Der Impfstoff von BioNTech ist in der erforderlichen Menge kaum mehr lieferbar, da jetzt die Zweitimpfungen in den Arztpraxen bei weiter hohem Impfstoffbedarf für die Priorisierungsgruppen 2 und 3 anstehen. Zudem ist zu erwarten, dass ein massiver Mehrbedarf des Impfstoffs von BioNTech entsteht, wenn Kinder zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr geimpft werden können.

Es gelingt mit den anvisierten Lieferungen in den nächsten Wochen wohl gerade (wenn überhaupt!), die dann erforderlichen Zweitimpfungen durchzuführen, die Erstimpfungsraten werden sinken. Damit wir die unter 60jährigen mit einer Priorisierung der Gruppe 2 oder 3 dann überhaupt noch impfen können, ist es unerlässlich, dass alle Personen ab dem 60. Lebensjahr mit dem hochwirksamen Impfstoff der Firma Astrazeneca (Vaxzevria) geimpft werden. Sollte die eigene Kranken-Vorgeschichte ein Thromboseereignis beinhalten, so erfolgt keine Impfung mit diesem Impfstoff gemäß den Empfehlungen der STIKO.

Wir werden diese Personen die nächsten Tage anrufen und ein Impfangebot mit Vaxzevria machen. Sollte es zu einer Ablehnung des Impfstoffs "aus persönlichen Gründen" kommen, so werden wir diese Personen in unserer Priorisierungsliste hinter die Priorisierungsgruppe 3 einordnen, solange Impfstoffknappheit besteht.

Dieses Vorgehen ist erforderlich, da jede "Wunschimpfung" mit beispielsweise BioNTech bei Menschen ab dem 60. Lebensjahr einer Person unter 60 Jahren einen Impfstoff wegnimmt.

Staatshaftung auch für Impfschäden nach Astrazeneca für unter 60-jährige

Dienstag, 04. Mai 2021

Diese Information ist endlich da und wichtig:

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration stellt klar: Wer durch eine öffentlich empfohlene Schutzimpfung oder eine andere dort genannte Maßnahme der spezifischen Prophylaxe eine gesundheitliche Schädigung erlei­det, erhält auf Antrag nach § 60 Abs. 1 IfSG wegen der gesund­heitlichen und wirtschaftlichen Folgen dieser Schädigung eine Versorgung entsprechend den Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes. Dies betrifft 

  1. die Schutzimpfungen der jeweils gültigen Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission STIKO1 am Robert Koch-Ins­titut,
  2. die Schutzimpfung gegen Influenza nach dem sechsten Lebensmonat,
  3. die Schutzimpfung gegen SARS-COV-2.

Öffentlich empfohlen werden auch andere Maßnahmen der spezi­fischen Prophylaxe, sofern diese von der STIKO empfohlen wer­den.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie mit der Verimpfung des Impfstoffs von AstraZeneca bei Personen unter 60 Jahren zu verfahren ist. Der Impfstoff wird von der STIKO bisher nur für Impfungen für Personen über 60 Jahren empfohlen und die Staatshaftung bei etwaigen Impfschäden bezog sich bisher auch nur auf diesen Personenkreis. Mittlerweile hat das Land Hessen die Haftung für etwaige Impfschäden auf alle zugelassenen Impfstoffe ausgedehnt – und damit auch im unwahrscheinlichen Fall eines Impfschadens bei Patienten unter 60 Jahren, die mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft wurden. Diese Regelung gilt rückwirkend ab dem 31. März 2021.