Aktuelle Informationen aus unserer Praxis

Kinderkrankentagegeld nach Schließung der Schule/KiTa: Bescheinigung keine Aufgabe der Arztpraxen, sondern der entsprechend geschlossenen Einrichtung

Montag, 18. Januar 2021

Sie haben es sicherlich mitbekommen: Im Zusammenhang mit der Coronapandemie und daraus resultierenden Schul- und Einrichtungsschließungen soll das Kinderkrankengeld für das Kalenderjahr 2021 für zehn zusätzliche Arbeitstage pro Elternteil und Kind gewährt werden. So haben es die Bundeskanzlerin und die Länderchefs am 5. Januar 2021 beschlossen.

Anders als beim „normalen“ Kinderkrankengeld, bei dem eine Krankschreibung eines Arztes erforderlich ist, sind die niedergelassenen Ärzte laut eines entsprechenden Gesetzentwurfs zur Ausweitung des Anspruchs auf Kinderkrankengeld in dieser Sache außen vor.

Zitat auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums (unten verlinkt): "Muss ein Kind aufgrund einer Schul- oder Kitaschließung zu Hause betreut werden, genügt eine Bescheinigung der jeweiligen Einrichtung."

Demnach ist die Schließung der Schule oder der Einrichtung zur Betreuung von Kindern zwar der Krankenkasse nachzuweisen, dies muss allerdings durch eine entsprechende Bescheinigung der Einrichtung oder Schule und nicht durch die Ärzte passieren.

Link: Eltern haben länger Anspruch auf Kinderkrankengeld - Bundesgesundheitsministerium

Screening auf Erweiterung der Bauchschlagader für Männer ab dem 65. Lebensjahr ab dem 01.01.2018 Kassenleistung

Dienstag, 02. Januar 2018

Wir möchten Sie auf eine wichtige, ab dem 01.Januar 2018 bestehende Neuerung für gesetzlich versicherte Männer aufmerksam machen.

Seit Jahren ist bekannt, dass das Risiko, an einem Bauchaortenaneurysma – also einer Erweiterung der Bauchschlagader zu leiden – mit dem Alter deutlich zunimmt. Das größte Risiko eines solchen Aneurysmas ist ein Platzen dieses Gefäßes mit einem Verbluten innerhalb von wenigen Minuten.

Man geht davon aus, dass 9% (!) der über 65-jährigen Männer an einer Erweiterung der Bauchschlagader leidet. Symptome gibt es keine: Der Patient selbst bemerkt dies nicht.

Ab dem 01.01.2018 ist ein einmaliges Screening per Ultraschall für alle Männer  ab dem 65. Lebensjahr eine Kassenleistung. Für Frauen gilt dies nicht, da man bei Frauen nach aktuellen Studiendaten nicht von einer Verbesserung einer Prognose durch ein Screening ausgeht. Dies ist nicht unsere Meinung, wir müssen uns aber an diese Vorgaben halten.

Nicht alle Ärzte dürfen dieses Screening durchführen: Ein Arzt benötigt neben  Erfahrung auf diesem Gebiet eine Abrechnungsgenehmigung gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung.

Unsere Praxis besitzt sowohl die Expertise als auch die Genehmigung zur Abrechnung ab dem 01.01.2018.

Daher: Melden Sie sich gerne bei für ein entsprechendes Screening im neuen Jahr an. Teilen Sie uns entweder per Online-Terminvereinbarung oder am Telefon mit, dass es sich um ein Screening der Bauchschlagader handelt.

Beste Voraussetzungen für das Ultraschallscreening ist eine vorherige Nüchtern-Periode von wenigstens 4 Stunden, damit der Bauch möglichst wenig Luft beinhaltet und dies die Ultraschallbedingungen verschlechtert.

Besprechen Sie dies auch gerne im Familien- oder Freundeskreis. Wir untersuchen auch gerne Patienten, die nicht bei uns hausärztlich betreut werden. 

Informationen über das Bauchaortenaneurysma erhalten Sie unter anderem auf folgender Internetseite:

https://www.cardio-guide.com/erkrankung/bauchaortenaneurysma/